Dynamische Stromtarife bilden den Börsenpreis ab: Nachts und an windigen Tagen ist Strom billig, in der Abendspitze teuer. Das klingt nach einer Ersparnis für alle. Es ist aber eine für die, die ihren Verbrauch verschieben können.
Die Voraussetzung, über die selten gesprochen wird
Ein dynamischer Tarif belohnt Flexibilität. Wer morgens duscht, abends kocht und dazwischen außer Haus ist, hat wenig davon - der Verbrauch liegt genau in den teuren Stunden und lässt sich schlecht verlegen. Der Tarif kann für so einen Haushalt sogar teurer sein als ein fester.
Interessant wird es, wenn im Haus etwas steht, das nicht auf die Minute laufen muss:
- Die Wärmepumpe kann vorheizen, wenn Strom günstig ist. Ein gut gedämmtes Haus hält die Wärme lange genug, um ein paar Stunden zu überbrücken.
- Der Speicher lädt in der günstigen Stunde und entlädt in der teuren - unabhängig davon, ob gerade die Sonne scheint.
- Die Wallbox lädt nachts, wenn das Auto ohnehin steht.
Was es dafür braucht
Ein intelligentes Messsystem und eine Steuerung, die die Preise kennt und danach schaltet. Ohne Automatik funktioniert es nicht: Niemand steht um drei Uhr auf, um die Waschmaschine anzustellen, und niemand behält Börsenpreise im Kopf.
Unsere Einschätzung
Die Kombination aus Photovoltaik, Speicher, Wärmepumpe und dynamischem Tarif ist derzeit die konsequenteste Art, Stromkosten zu senken - aber sie ist auch die aufwendigste. Wer nur eines der Teile hat, sollte zuerst das nächste sinnvolle ergänzen, nicht den Tarif wechseln.
Womit Sie bei sich anfangen sollten, hängt davon ab, was schon da ist. Das klären wir im Gespräch: Beratungstermin vereinbaren.