Der Hebel liegt im Eigenverbrauch
Eine Photovoltaikanlage auf einem Gewerbedach verdient ihr Geld anders als eine Anlage am Wohnhaus. Am Einfamilienhaus geht es um die Stromrechnung einer Familie, die vor allem abends zu Hause ist. Im Betrieb läuft der Verbrauch dagegen häufig genau dann, wenn die Sonne scheint: Maschinen, Druckluft, Kühlung, Lüftung, EDV, Beleuchtung.
Jede Kilowattstunde, die Sie selbst verbrauchen, ersetzt teuren Netzbezug. Jede Kilowattstunde, die ins Netz geht, bringt die gesetzliche Vergütung - deutlich weniger. Der Abstand zwischen diesen beiden Werten ist der eigentliche Ertrag Ihrer Anlage. Deshalb beginnt jede seriöse Auslegung mit Ihrem Verbrauch und nicht mit der Frage, wie viele Module auf das Dach passen.
Strompreis für zwanzig Jahre
Was Sie selbst erzeugen, kostet über die Laufzeit einen festen Betrag pro Kilowattstunde. Diesen Anteil Ihrer Energiekosten verhandelt kein Versorger mehr nach.
Die Fläche liegt ohnehin da
Hallendächer, Bürogebäude, Carports und Freiflächen erwirtschaften bislang nichts. Eine Photovoltaikanlage ändert das, ohne Betriebsfläche zu kosten.
Ein Argument gegenüber Dritten
Eigener Solarstrom ist eine belegbare Zahl - für Kunden mit Anforderungen an die Lieferkette, für Banken und für Ausschreibungen, die danach fragen.
Bevor geplant wird
Was wir an Ihrer Dachfläche prüfen
Nicht jede große Fläche ist eine gute Fläche. Sechs Punkte entscheiden darüber, was auf Ihr Dach gehört - und ob es überhaupt eines sein sollte oder besser eine Freifläche, ein Carport oder eine Fassade.
- Statik. Trägt die Konstruktion die zusätzliche Last, auch unter Schnee? Bei Hallen mit Leichtbaudach ist das die erste Frage, nicht die letzte - im Zweifel mit einem Statiknachweis.
- Eindeckung und Alter. Trapezblech, Sandwich, Bitumen oder Ziegel entscheiden über die Befestigung. Steht in wenigen Jahren eine Dachsanierung an, macht man beides zusammen - sonst zahlt man die Demontage zweimal.
- Ausrichtung und Neigung. Süd bringt den höchsten Jahresertrag, Ost-West den gleichmäßigeren Tagesverlauf. Für einen Betrieb mit durchgehendem Verbrauch ist der flachere Verlauf oft der wirtschaftlich bessere.
- Verschattung. Lüftungsauslässe, Aufbauten, Nachbargebäude und Bäume kosten Ertrag - meist weniger, als Betriebe befürchten, aber es gehört gerechnet und nicht geschätzt.
- Netzanschluss und Zählerplatz. Was der vorhandene Anschluss hergibt, begrenzt die Anlage oft früher als die Dachfläche. Diese Auskunft holen wir beim Netzbetreiber ein, bevor geplant wird.
- Brandschutz. Für gewerbliche Anlagen gelten eigene Anforderungen - von der Kennzeichnung über Freischaltstellen bis zur Zugänglichkeit für die Feuerwehr. Wir planen das mit ein und liefern die technischen Unterlagen dazu.
Ihr Lastprofil bestimmt die Anlagengröße
Für die Auslegung brauchen wir keine Schätzung, sondern Daten: die Stromrechnungen der letzten Jahre und - wenn Ihre Abnahmestelle viertelstundengenau gemessen wird - den Lastgang. Daraus lesen wir ab, wann Ihr Betrieb Strom zieht und wie viel davon eine Anlage decken könnte.
Zwei Betriebe mit identischem Jahresverbrauch bekommen deshalb unterschiedliche Anlagen. Ein Zweischichtbetrieb nutzt eine große Anlage fast vollständig selbst. Ein Lager, das nur morgens belädt, speist mittags den größten Teil ein - dort ist entweder die kleinere Anlage die wirtschaftlichere, oder es lohnt sich, den Verbrauch zu verschieben und über einen Stromspeicher nachzudenken.
Wo eine Wärmepumpe, eine Klimaanlage oder Ladepunkte für den Fuhrpark hinzukommen, steigt der Eigenverbrauch - und damit die sinnvolle Anlagengröße. Solche Vorhaben gehören in die Planung, auch wenn sie erst in zwei Jahren anstehen.
Die kaufmännische Seite
Was die Anlage in Ihrer Bilanz bedeutet
Abschreibung
Eine Photovoltaikanlage ist ein Wirtschaftsgut Ihres Betriebs und wird über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Ob daneben ein Investitionsabzugsbetrag oder eine Sonderabschreibung in Frage kommt, hängt an Ihrer Rechtsform und Ihren Zahlen - das klärt Ihre Steuerberatung. Wir liefern die technischen Angaben, die sie dafür braucht.
Direktvermarktung
Ab einer bestimmten Anlagengröße wird der eingespeiste Strom nicht mehr einfach vergütet, sondern muss vermarktet werden. Das bringt zusätzliche Erlöschancen, aber auch Pflichten bei Messung und Fernsteuerbarkeit. Wir sagen Ihnen vor der Auslegung, ob Ihr Vorhaben davon betroffen ist.
Finanzierung
Die Anlage lässt sich über unseren Partner Viessmann finanzieren, statt die Investition auf einmal aufzubringen. Ohne Finanzierung gilt: Zahlung nach Abnahme - oder Anzahlung bei Lieferung und der Rest nach Abnahme.
Fördermittel
Wir prüfen, welche Programme für Ihr Vorhaben in Frage kommen, und stellen die Anträge rechtzeitig vor der Auftragsvergabe. Konkrete Sätze nennen wir hier bewusst nicht - sie ändern sich, und eine veraltete Zahl auf einer Website hilft niemandem.
Rund um Ihre gewerbliche Photovoltaikanlage
Was wir für Sie übernehmen
Vor dem Auftrag
- Verbrauchsanalyse aus Rechnungen und, wo vorhanden, Lastgangdaten
- Dach- und Flächenprüfung samt Statikfrage und Verschattungsanalyse
- Ertrags- und Wirtschaftlichkeitsrechnung mit Ihrem Eigenverbrauchsanteil
- Anschlussanfrage beim Netzbetreiber vor der Auslegung, nicht danach
Nach dem Auftrag
- Montage und Elektroarbeiten aus einer Hand, mit Unterkonstruktion und Elektroarbeiten aus einem Haus
- Anmeldung und Inbetriebnahme - Netzbetreiber, Marktstammdatenregister, Zählerkonzept
- Einweisung und Dokumentation für Betrieb und Buchhaltung
- Wartung und Störungsdienst, auf Wunsch im Servicevertrag
In fünf Schritten zu Ihrer Dachanlage
1. Erstgespräch
Wir klären, worum es geht, und sagen Ihnen, welche Unterlagen wir für eine belastbare Rechnung brauchen - kostenfrei.
2. Daten und Fläche
Verbrauchsdaten, Dachaufbau, Netzanschluss. Erst wenn diese drei Dinge auf dem Tisch liegen, ist eine Aussage zur Wirtschaftlichkeit mehr als ein Gefühl.
3. Angebot mit Wirtschaftlichkeit
Anlagengröße, Ertrag, Eigenverbrauchsanteil und Amortisation, aufgeschlüsselt nach Positionen - mit den Fördermitteln, die in Frage kommen.
4. Aufmaß und Detailplanung
Nach der Auftragserteilung das Aufmaß vor Ort, danach die Detailplanung. Diese Reihenfolge verhindert Überraschungen auf dem Dach.
5. Montage und Inbetriebnahme
Mit abgestimmten Terminen und festen Ansprechpartnern. Danach Anmeldung, Einweisung und Unterlagen. Bezahlt wird nach Abnahme.
Und danach?
Ertragsüberwachung, Wartung und der Ansprechpartner, der die Anlage kennt - auch Jahre später.
Häufige Fragen zu Photovoltaik im Gewerbe
Wie groß sollte die Anlage sein?
So groß, dass Sie einen möglichst hohen Anteil selbst verbrauchen - und nicht größer, nur weil das Dach es hergibt. Die Grenze setzen drei Dinge: Ihr Verbrauch im Tagesverlauf, die nutzbare Fläche und das, was der Netzanschluss zulässt.
Wächst Ihr Verbrauch absehbar - durch Ladepunkte, eine Wärmepumpe oder neue Maschinen -, planen wir das ein. Eine Anlage nachträglich zu erweitern ist möglich, aber selten günstiger als sie gleich richtig auszulegen.
Was passiert mit dem Strom, den wir nicht selbst brauchen?
Er geht ins Netz und wird vergütet. Wie das genau abläuft, hängt an der Anlagengröße: Kleinere Anlagen bekommen eine feste Vergütung, größere müssen ihren Strom vermarkten und erfüllen dafür zusätzliche Anforderungen an Messung und Fernsteuerbarkeit.
Welcher Fall auf Sie zutrifft, sagen wir Ihnen im Angebot - es beeinflusst sowohl die Technik als auch die Rechnung.
Unser Dach müsste in ein paar Jahren saniert werden.
Dann gehört die Sanierung vor die Anlage. Module haben eine Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten; sie für eine Dachsanierung wieder abzunehmen und neu zu montieren kostet Geld, das man einmal sparen kann.
Sagen Sie uns den geplanten Zeitpunkt im Erstgespräch. In vielen Fällen lässt sich beides in einem Zug erledigen, und die Anlage sitzt danach auf einem Dach, das ihre Laufzeit übersteht.
Wie lange hält so eine Anlage, und was fällt an Wartung an?
Module arbeiten über Jahrzehnte, mit langsam nachlassender Leistung; Hersteller geben dafür Leistungsgarantien. Der Wechselrichter ist das Bauteil mit der kürzeren Lebensdauer und wird im Betrieb in der Regel einmal getauscht.
An Wartung fallen wiederkehrende Prüfungen der elektrischen Anlage, Sichtkontrollen und die Ertragsüberwachung an. Für gewerbliche Anlagen regeln wir das im Servicevertrag - dort ist auch festgehalten, wie schnell wir bei einer Störung reagieren.
Können wir den Strom an Mieter oder Nachbarbetriebe weitergeben?
Ja, das ist möglich - aber es ist ein anderes Geschäft als der Eigenverbrauch. Wer Strom an Dritte liefert, wird zum Stromlieferanten und übernimmt Pflichten bei Messung, Abrechnung und Meldung.
Für Wohngebäude ist das der klassische Mieterstrom, dem wir eine eigene Seite gewidmet haben: Mieterstrom.
Wir mieten unsere Halle. Geht das trotzdem?
Das hängt vom Mietvertrag und vom Eigentümer ab. Üblich sind zwei Wege: Der Eigentümer investiert und liefert Ihnen den Strom, oder Sie investieren mit seiner Zustimmung - dann sollte geregelt sein, was bei einem Auszug mit der Anlage passiert.
Beides funktioniert, muss aber vor der Planung geklärt sein. Wir sagen Ihnen, welche technischen Punkte in eine solche Vereinbarung gehören.
Alles aus einer Hand
Stromspeicher
Solarstrom in die Abendstunden verschieben und Lastspitzen kappen.
Wärmepumpen
Hallen und Büros mit Umweltwärme beheizen - angetrieben vom eigenen Dach.
Mieterstrom
Solarstrom an Bewohner liefern, statt ihn vollständig einzuspeisen.
Servicevertrag
Wartung, Prüfung und schnelle Hilfe, wenn die Anlage steht.
Sie planen das für Ihr Zuhause statt für den Betrieb? Dann geht es hier weiter: Photovoltaik für Privatkunden. Zurück zur Übersicht: Leistungen für Geschäftskunden.
Was gibt Ihr Dach her?
Schicken Sie uns Ihre Verbrauchsdaten und ein paar Angaben zum Gebäude - wir rechnen durch, was eine Anlage bei Ihnen leistet. Kostenfrei und unverbindlich.