Wärmepumpen für Gewerbe: Hallen und Büros ohne Gas beheizen

Wir rechnen zuerst, ob Ihr Gebäude dafür taugt - und sagen es Ihnen auch, wenn die Antwort nein lautet.

Die Frage ist nicht die Anlage, sondern das Gebäude

Eine Wärmepumpe arbeitet umso wirtschaftlicher, je niedriger die Temperatur ist, mit der sie das Gebäude versorgen muss. Am Wohnhaus ist das eine Frage der Heizkörper. Im Betrieb entscheidet dagegen die ganze Konstruktion: Wie ist die Halle gedämmt, wie oft geht das Tor auf, wie wird die Wärme heute verteilt - und wie warm muss es tatsächlich werden?

Deshalb steht am Anfang keine Produktempfehlung, sondern eine Heizlastberechnung und ein Blick auf Ihre Betriebszeiten. Erst danach lässt sich sagen, ob eine Wärmepumpe die Halle trägt, ob sie einen Teil übernimmt oder ob Ihr Geld anderswo besser angelegt ist.

Heizkosten werden kalkulierbar

Eine Wärmepumpe läuft mit Strom - und der kann zu einem erheblichen Teil vom eigenen Dach kommen. Damit hängt Ihre Wärmeversorgung weniger am Gasmarkt.

Heizen und Kühlen mit einer Anlage

Viele Anlagen können im Sommer kühlen. In Bürogebäuden ersetzt das eine zweite Investition, die sonst separat anstünde.

Ein Betrieb für Wärme und Strom

Wärmepumpe, Photovoltaik und die Elektroarbeiten kommen bei uns aus einem Haus. Sie brauchen keine Schnittstelle zwischen zwei Gewerken zu moderieren.

Vier typische Ausgangslagen

Wo eine Wärmepumpe im Betrieb passt

Bürogebäude und Verwaltung

Der einfachste Fall. Moderate Temperaturen, gut planbare Nutzungszeiten, oft schon eine Flächenheizung oder Lüftungsanlage vorhanden. Kommt Kühlung im Sommer dazu, übernimmt dieselbe Anlage beides - das verbessert die Rechnung deutlich.

Werkstätten und Produktionshallen

Machbar, wenn die Hülle mitspielt und die Wärme über große Flächen abgegeben wird: Fußboden-, Wand- oder Deckenflächen statt Hochtemperatur-Lufterhitzer. Bei Hallen mit häufig geöffneten Toren gehört der Luftwechsel in die Rechnung, nicht in eine Fußnote.

Lager und Logistik

Hier zählt, wie warm es wirklich werden muss. Frostfrei zu halten ist etwas anderes als auf Arbeitsplatztemperatur zu heizen - und meist ein guter Fall für eine Wärmepumpe, weil das Temperaturniveau niedrig bleibt.

Landwirtschaft und Gewerbe mit Abwärme

Wo Kälteanlagen, Kompressoren oder Prozesse Abwärme abgeben, ist sie eine bessere Quelle als die Außenluft. Ob sich die Einbindung lohnt, hängt an Menge und Temperatur - das rechnen wir durch.

Und wo sie nicht passt

Drei Fälle, in denen wir abraten oder erst etwas anderes empfehlen. Wir sagen das lieber im ersten Gespräch als nach der Montage.

  • Prozesswärme auf hohem Temperaturniveau. Wo Dampf oder sehr heißes Wasser gebraucht wird, ist die Wärmepumpe technisch entweder nicht darstellbar oder unwirtschaftlich. Das betrifft die Heizung des Gebäudes nicht - beides lässt sich trennen.
  • Ungedämmte Hallen mit hohem Luftwechsel. Wenn die Wärme schneller draußen ist, als sie erzeugt wird, hilft keine Heiztechnik. Dämmung, Tore und Lüftung kommen dann zuerst - und rechnen sich meist schneller als die Anlage.
  • Hochtemperatur-Warmlufterzeuger als einziges Verteilsystem. Wo heute Gasstrahler oder Lufterhitzer mit hohen Temperaturen arbeiten, reicht ein Kesseltausch nicht. Dort muss die Wärmeverteilung mitgeplant werden, und das ist der größere Teil des Projekts.

Der Umstieg aus Gas - und wann er sich lohnt

Die meisten Betriebe steigen nicht um, weil die Gasheizung kaputt ist, sondern weil sie absehbar ersetzt werden muss. Genau dann ist der richtige Zeitpunkt, die Frage zu stellen: Ein neuer Kessel bindet Sie für die nächsten zwei Jahrzehnte an einen Brennstoff, dessen Preis niemand kennt.

Zwei Wege sind üblich. Vollständiger Ersatz - die Wärmepumpe übernimmt die gesamte Heizlast, was eine passende Wärmeverteilung voraussetzt. Oder ein zweistufiger Umstieg: Die Wärmepumpe deckt den überwiegenden Teil des Jahres ab, der vorhandene Kessel springt nur an den kältesten Tagen ein. Der zweite Weg ist häufig der wirtschaftlichere, weil die letzten Prozent Heizlast die teuersten sind.

Was für Ihr Gebäude gilt, ergibt sich aus der Heizlastberechnung und Ihrem Verbrauch der letzten Jahre. Fördermittel gibt es für beide Wege - welche, prüfen wir für Ihr Vorhaben; den Antrag stellen wir rechtzeitig vor der Auftragsvergabe. Läuft auf Ihrem Dach bereits eine Photovoltaikanlage oder ist eine geplant, gehört sie in dieselbe Rechnung: Sie senkt die Betriebskosten der Wärmepumpe in genau den Monaten, in denen ohnehin Überschuss anfällt.

Rund um Ihre gewerbliche Wärmepumpe

Was wir für Sie übernehmen

Vor dem Auftrag

  • Heizlastberechnung für das Gebäude - gerechnet, nicht aus dem Gasverbrauch überschlagen
  • Bestandsaufnahme der Wärmeverteilung: Vorlauftemperaturen, Flächen, Lüftung, Regelung
  • Prüfung möglicher Wärmequellen - Außenluft, Erdreich oder vorhandene Abwärme
  • Wirtschaftlichkeitsrechnung und Fördermittel, mit Finanzierung über Viessmann auf Wunsch

Nach dem Auftrag

  • Planung und Auslegung samt Anpassung der Wärmeverteilung, wo sie nötig ist
  • Montage und Elektroarbeiten aus einer Hand, mit dem Anschluss im selben Haus
  • Inbetriebnahme, Einregulierung und Einweisung Ihres Personals
  • Wartung und Störungsdienst, auf Wunsch im Servicevertrag

In fünf Schritten zu Ihrer Wärmepumpe

1. Erstgespräch

Gebäude, Nutzung, heutige Heizung. Wir sagen Ihnen, welche Unterlagen wir brauchen - kostenfrei und unverbindlich.

2. Heizlast und Bestand

Berechnung statt Überschlag, dazu ein Blick auf Wärmeverteilung, Hülle und Betriebszeiten. Das ist der Teil, der über alles Weitere entscheidet.

3. Angebot mit Wirtschaftlichkeit

Anlagenkonzept, Betriebskosten im Vergleich zu heute, Fördermittel und Amortisation - aufgeschlüsselt nach Positionen.

4. Aufmaß und Detailplanung

Nach der Auftragserteilung das Aufmaß vor Ort, danach die Detailplanung samt Anpassungen an der Wärmeverteilung.

5. Montage und Einregulierung

Mit abgestimmten Terminen und festen Ansprechpartnern. Danach Einregulierung, Einweisung und Unterlagen. Bezahlt wird nach Abnahme.

Und danach?

Wartung, Störungsdienst und ein Ansprechpartner, der die Anlage und das Gebäude kennt.

Häufige Fragen zu Wärmepumpen im Gewerbe

Reicht eine Wärmepumpe für eine ganze Halle?

Das hängt an der Heizlast und daran, wie die Wärme verteilt wird - nicht an der Quadratmeterzahl. Eine gedämmte Halle mit Flächenheizung ist ein guter Fall, auch wenn sie groß ist. Eine ungedämmte Halle mit ständig offenen Toren ist es auch dann nicht, wenn sie klein ist.

Wo die Heizlast hoch ist, arbeiten mehrere Geräte zusammen. Das ist technisch üblich und ändert an der Rechnung wenig - an der Auslegung aber viel.

Was passiert an den kältesten Tagen?

Die Leistung einer Luft-Wasser-Wärmepumpe sinkt, wenn es draußen sehr kalt wird - genau dann, wenn der Bedarf am höchsten ist. Dafür gibt es zwei Antworten: die Anlage so auslegen, dass sie auch dann trägt, oder eine zweite Wärmequelle für die wenigen Tage im Jahr vorsehen.

Welche Variante günstiger ist, hängt davon ab, wie viele Stunden im Jahr es überhaupt um diese Spitzenlast geht. Das steht in der Heizlastberechnung.

Wir haben eine Gasheizung, die noch läuft. Sollen wir warten?

Nicht unbedingt - aber Sie müssen auch nichts überstürzen. Sinnvoll ist, die Rechnung aufzumachen, solange die alte Anlage noch läuft: Dann entscheiden Sie in Ruhe statt unter dem Druck eines Ausfalls mitten im Winter.

In vielen Fällen ist ein zweistufiger Weg der pragmatische: Die Wärmepumpe übernimmt den größten Teil des Jahres, der vorhandene Kessel bleibt vorerst für die Spitzenlast stehen.

Wie laut ist das, und wo steht das Gerät?

Außengeräte machen Geräusche, und in Gewerbegebieten gelten dafür Grenzwerte - gegenüber Nachbarn ebenso wie gegenüber Arbeitsplätzen. Der Aufstellort wird deshalb geplant und nicht dorthin gelegt, wo gerade Platz ist.

Wir prüfen die Situation vor Ort und schlagen einen Standort vor, der sowohl akustisch als auch für die Luftführung funktioniert. Beides zusammen entscheidet auch über die Effizienz.

Kann die Anlage im Sommer kühlen?

Viele Wärmepumpen können das, und in Bürogebäuden ist es oft das Argument, das die Investition trägt: Eine Anlage für beides statt zweier Investitionen. Voraussetzung ist eine Wärmeverteilung, die sich dafür eignet.

Wo nur einzelne Räume gekühlt werden sollen, ist eine Klimaanlage der direktere Weg. Wir sagen Ihnen, welche Variante in Ihrem Gebäude günstiger ist.

Gibt es Förderung für gewerbliche Wärmepumpen?

Ja, es gibt Programme für Nichtwohngebäude. Welche für Ihr Vorhaben in Frage kommen, hängt an Gebäudeart, Maßnahme und Antragsteller - das prüfen wir und stellen den Antrag für Sie.

Konkrete Sätze nennen wir auf dieser Seite bewusst nicht: Sie ändern sich regelmäßig. Wichtig ist vor allem die Reihenfolge - der Antrag muss vor der Auftragsvergabe gestellt sein. Das ist der häufigste Grund, aus dem Förderung verloren geht. Die Grundlagen zur Technik stehen auf unserer Wärmepumpenseite.

Alles aus einer Hand

Photovoltaik

Der Strom für die Wärmepumpe - zu einem Preis, den Sie kennen.

Stromspeicher

Solarstrom in die Abendstunden verschieben und Lastspitzen kappen.

Mieterstrom

Für Vermieter: Solarstrom an die Bewohner liefern.

Servicevertrag

Wartung, Prüfung und schnelle Hilfe im Störungsfall.

Sie planen das für Ihr Zuhause statt für den Betrieb? Dann geht es hier weiter: Wärmepumpen für Privatkunden. Zurück zur Übersicht: Leistungen für Geschäftskunden.

Passt Ihr Gebäude dazu?

Wir sehen uns Gebäude, Verbrauch und heutige Heizung an und rechnen durch, was eine Wärmepumpe bei Ihnen leistet - kostenfrei und unverbindlich. Auch wenn die Antwort gegen sie ausfällt.