Diese Frage kommt bei uns häufiger als jede andere von Bestandskunden: Die Anlage läuft seit zehn Jahren ohne Speicher – soll man einen nachrüsten?
Zuerst: Wie hoch ist Ihre Einspeisevergütung?
Das ist die Zahl, an der alles hängt. Wer 2015 gebaut hat, bekommt für jede eingespeiste Kilowattstunde deutlich mehr als jemand, der heute baut. Jede Kilowattstunde, die Sie in den Speicher legen statt einzuspeisen, kostet Sie diese Vergütung – der Speicher muss also mehr sparen, als er an Vergütung verdrängt.
Bei den hohen Sätzen der frühen Jahre ist diese Rechnung enger als bei Neuanlagen. Sie geht trotzdem oft auf, weil der Strompreis seither stärker gestiegen ist als die Vergütung hoch war.
Was technisch zu prüfen ist
- Der Wechselrichter. Manche Modelle lassen sich um einen Batteriewechselrichter ergänzen, andere nicht. Ein Speicher mit eigenem Wechselrichter geht fast immer, ist aber ein zweites Gerät.
- Der Zählerplatz. Für die Messung braucht es Platz im Zählerschrank. Bei Anlagen aus dieser Zeit ist er oft knapp.
- Die Restlaufzeit der Vergütung. Nach zwanzig Jahren endet sie. Was danach kommt, verändert die Rechnung noch einmal grundlegend – ein Speicher, der sich heute knapp trägt, wird dann deutlich sinnvoller.
Der ehrliche Teil
Es gibt Anlagen, bei denen wir davon abraten: kleine Anlagen, niedriger Eigenverbrauch, Haus tagsüber leer, keine Wärmepumpe und kein Elektroauto in Sicht. Dort steht dem Aufwand zu wenig gegenüber.
Was bei Ihnen herauskommt, hängt an Ihrem Verbrauch und an dem, was verbaut ist. Wir sehen uns beides an, bevor wir etwas anbieten: Beratungstermin vereinbaren.
Übrigens: Wenn Ihre Anlage von einem Betrieb stammt, den es nicht mehr gibt, übernehmen wir auch die laufende Betreuung – mehr dazu hier.